TriRhena 1000km/13.000hm, 57h Komplett/43h Fahrzeit

Die Eckdaten stehen im Titel und es geht um Rad fahren. Nun aber der Reihe nach ein paar Eindrücke, Fakten und den Aufruf, sich auch diese Tour zu greifen, zu fahren.

TL;DR

Eine der schönsten Radtouren, rennradtauglich, die ich bisher gefahren bin - auf die Liste nehmen, fahren!

TriRhena 1000 Track via veloviewer ins Bild gesetzt.
Die Tour im Überlick

Der Reihe nach

Nach LEL im letzten Jahr stand fest, ab und an muss ich eine lange Tour fahren, von anderen Köpfen erdacht - einfach nehmen, abfahren. Dabei eignen sich öffentliche Veranstaltungen am besten, da Leute und Rundumpaket das Erlebnis abrunden. Ich mag es, wenn lokale Patrioten einen Track anbieten - ich lasse mich fallen, fahre ihn und staune und empfinde. Der Körper muss mit, aber an sich ist der Kopf der wichtigste Muskel um den eigenen Vorgaben zu folgen.

Von Michel, ein Belgier, den ich bei LEL kennen lernen durfte, erfahre ich von TriRhena 1000. Eine kleine aber feine Veranstaltung. Seine Freunde liebten die Strecke, waren hellauf begeistert. Warum also nicht, die Anmeldung war im letzten Jahr schnell erledigt und die Vorfreude war gesetzt. 

Nach dem Urlaub mit der Familie im Süden Frankreichs konnte es, im Grunde als Abschluss des Urlaubs, über die Route gehen. Der Start war schnell gefunden, Informationen gab es im Vorfeld ausreichend und das Rad war bereits fertig im Auto abgestellt. Also alles gut, dem Track folgen und Spaß haben.

Die ersten Gespräche gab es dann schon am Abend vor dem Start, der morgens um 7 Uhr sein sollte. Der Radclub um das Event hat ein eigenes Gebäude, in dem wir als Gäste auch parken, schlafen konnten. So wurde es schwer den Start zu verschlafen.

Ohne Sprachkenntnisse in Frankreich ist man Migrant, keiner will mich verstehen und ich verstehe niemand der anderen Teilnehmer. Also etwas komisch, bis ich doch noch Christoph kennen lerne, der aus Münster kommend, meine Sprache kennt. Trotzdem sind die Leute eher unter sich, einfach weil ich kein Wort verstehe. Das abendliche gemeinsame Essen fällt spartanisch aus, freundlich lächeln und abwarten.

Am nächsten Morgen starten wir mit einem gemeinsamen Frühstück, ab 5 Uhr ist alles vorbereitet. Es gibt alles, was das Herz begehrt; der Magen will um diese Uhrzeit bei mir eh nichts. Aber Kaffee und Süßes gehen immer - so halte ich das dann auch und halte mich am Kaffee fest, da ich wieder kein Wort verstehe. Das Briefing der "Rennleitung" nutze ich um die Teilnehmer zu sondieren. Ich finde es immer wieder spannend, man kann irgendwie keine Linie erkennen. Bei Kurzstrecken ist das anders, da kann man an hand des Materials, der Kleidung, der Erscheinung mutmaßen - bei Langstrecken Veranstaltungen ist das bunt, einfach keine Möglichkeit Leute einzuschätzen. Wir sind insgesamt 69 Teilnehmer die nach dem Briefing auf die Strecke gehen. Dabei wird in 2 Gruppen gestartet: 7 Uhr und 7:05 Uhr die zweite Gruppe. Gruppen setzen sich nur aus den Startnummern zusammen. Die ersten 25 km wird dann auch gemeinsam in der Gruppe gefahren. Aus der Stadt heraus, im Peloton, bei kurzen Gesprächen, finde ich dann noch drei andere deutsche Teilnehmer, schön - dachte schon, ich bin ganz allein im fremden Land.

Um die Strecke zu absolvieren gibt es Track auf Strava und anderen Plattformen und ebenso ein Roadbook. Ich staune immer wieder, dass Leute absichtlich auf den Track verzichten, keine technische Navigation, nur einen Stapel Papier und Hinweise. Ohne Navigation und Track würde ich vermutlich keine Langstrecken meistern - ich schätze das Abschalten und das Folgen der Linie auf dem kleinen Gerät vor mir, einfach tun, weniger Denken und keine Abhängigkeit zu anderen.

Wie so oft, ich habe mich im Vorfeld kaum mit dem Event auseinander gesetzt, ich will ja auch nur fahren. Daher erfahre ich auf den km dann auch hier und da Tipps und Hinweise. So gibt es Back Drops, wo man seine persönliche Habe an Positionen der Strecke deponieren lassen kann. Ebenso Möglichkeiten der Verpflegung vom Veranstalter sind vorweg schon definiert. Irgendwie ging das an mir vorbei. Die Übersetzungen der Informationen mit Hilfe von Deepl waren wohl doch unzureichend. Egal, ich bin darauf eingestellt und fahre die Strecke inonego. Alle notwendigen Utensilien habe ich bei mir, Rahmen- und Satteltasche sind entsprechend gefüllt.

Das Rad an einem Kontrollpunkt
Kontrollpunkte weißt man per Foto nach

Nach den genannten 25 km Einreiten löst sich das Peloton schnell auf, nur noch sehr kleine Gruppen sind unterwegs und die Hatz zum Ziel wird sehr unterschiedlich gefahren. Ich fahre anfangs in kleiner Gruppe, die ich aber schnell verliere, da 4 Teilnehmer Druck aufbauen und mir zu schnell unterwegs sind und die anderen Teilnehmer sind hinter mir, denen muss ich zu schnell sein. Ich finde mein Tempo und lege los, die ersten km fallen und so geht es Stück für Stück. Schon jetzt zeichnet sich ab, es wird schwer und schön. Die Strecke ist malerisch, viel zu schauen, viel Natur und gut ausgebaut. Der Track ist gut überlegt, Radwege und Strasse mischen sich, übergeben formlos und lassen das Radeln gefallen. Aber die Höhenmeter sind auch spürbar. Letztlich machen sie aber das Rad fahren für mich aus und so zwinge ich mich ruhig und mit hoher Frequenz (für meine Begriff hoch) zu kurbeln - immer weiter. Das klappt auch, ich folge dem Track und bald habe ich das Ende des ersten Teilstücks erreicht. Nun gilt es im Navi neu zu laden, die ersten 250 km sind dahin. Ich komme am Scheitelpunkt an, nehme mir Zeit und habe Glück, dass nun auch zwei Fahrer des leichteren Parcours zu mir stoßen.

Ich hatte bewusst die Route mit mehr Höhenmeter gewählt, muss aber einen Fehler im Track gehabt haben, so dass ich einen Kontrollpunkt auf den letzten 20 km der 250 km verpasse. Etwas enttäuscht, veranlasst mich das dazu, dass ich auf Light wechsel. Durch die beiden Fahrer erfahre ich, dass hier eine Verpflegungsstation sein sollte. Leider rechnet die Orga noch nicht mir uns, so dass wir warten, bis sie kommen und aufbauen. Scheinbar zu schnell genieße ich die Auszeit, führe Gespräche und lass mir Tipps geben. Ja, ich habe Glück, beide sprechen recht gut Deutsch und es zeigt sich, dass auch Franzosen anderen Sprachen kennen. Durch den netten Kontakt fühle ich mich bestätigt den beiden zu folgen. Sie laden mich ein, da ich den alternativen Track nicht habe, ihnen zu folgen. Da ich gerade auf der schweizer Seite unterwegs bin, nutzt das Roaming Angebot meines Providers auf dem Handy nichts, ich kann keinen Track nachladen und habe auf dem Navi nur die Tracks der Maximalvariante. 

Nach dem nun auch die Verpflegung kommt und wir stärken können, geht es also zu dritt weiter. Unser Dreiergespann hält dann auch lange und bei km 335 habe ich nun auch wieder Netz und kann nachladen. Ich bin nicht mehr im Blindflug unterwegs, ich kann wieder den Zwang des Gruppettos los lassen und meinem Geist folgen. Das Team hält trotzdem weiterhin zusammen und bis zur ersten Geheimkontrolle im Wald, bei km 400 bleiben wir zusammen.

Die erste Nacht

Diese Secret Controll ist toll. Wir drei sind die ersten Ankömmlinge und kommen in den Genuss, dass man sich auf Fahrer freut, sie bewirten will. Eigentlich ist der Hunger nicht da, aber Eierkuchen, Blätterteigtaschen und vieles mehr zwingen mich den Magen zu füllen. Lecker und nett, tolle Kontrolle. Es ist ca. 4 Uhr morgens - seit 21 Stunden bin ich unterwegs und die vielen warmen Getränke geben mir eine innere Ruhe, so dass ich mich etwas lang mache. Nach 45 Minuten bin ich wieder da, so bequem ist eine Holzbank auch nicht und ich will weiter. Meine Mitstreiter haben mich liegen lassen, sind schon los und so rolle ich nun mit Markus aus Österreich weiter, der auch gerade einen Zug sucht, da aus eigener Kraft kein richtiger Antrieb. 

Ab nun mit Markus, was aber nur auf der Waagerechten passt. Berg auf bin ich weg, da ich so langsam nicht fahren kann - ich glaube dann fall ich mit dem Rad um. Macht aber nix, ab und an warte ich auch mal, da ein Gespräch gut tut und ich mir denke, Markus kann bestimmt mal ein Gespräch in deutscher Sprache gebrauchen. Wir sehen uns auch immer wieder, holen uns beim Einkauf ein oder finden uns an Kontrollpunkten.

Am Morgen suche ich eine Bäckerei auf, die mir ein lecker Frühstück macht. Ein Ei - fragt man mich und ich schaue verwundert; zwei geht auch sagt sie. ich nicke und bekomme dann vier Eier, zubereitet als Rührei. Dazu Kakao - wunderbar. Das baut auf. Hier treffe ich einige Fahrer, führe Gespräche. Hier ist ein guter Punkt um abzubrechen, sich die Weiterfahrt zu überlegen und so treffe ich Fahrer, die nicht mehr wollen. Auch ich hadere, komme dann zum Glück aber los und weiter geht es. Ich treffe einige Fahrer, man kommt mir entgegen, alles Leute, die die Nacht in der Waagerechten verbracht haben und daher noch viele km vor sich haben, die schon in meiner Vergangenheit liegen. 

Bis tief in die Nacht gilt es km zu spulen, immer weiter. Dabei gibt es immer wieder tolle Ausblicke, tolle Landschaften. Die Verpflegung ist nicht ganz einfach, da auch die kleinen Ortschaften mittlerweile kaum noch Möglichkeiten der Verpflegung haben, keine kleinen Läden oder ähnliches. Daher gilt es immer die Augen auf zu halten, suchen und zugreifen, wenn die Chance da ist. Im Notfall stecken ein paar Riegel in der Tasche, die aber schon jetzt nicht mehr schmecken wollen.

Stop für Dusche und Telefonat

Der Tag ist sehr warm, so ist eine Vepflegungspunkt bei km 600 großartig. Hier hat es auch eine Dusche, die ich dankend annehme. Mal frischen machen, auch wenn man dann wieder in die alten Sachen muss. Einfach mal den Schweiß abspülen, Mensch sein. ich nutze den Stop zum Essen und die Familie informieren, alles gut. Ein kurzer Anruf kann vieles ändern, schön die Stimmen zu Hause zu hören.

Die zweite Nacht

In der zweiten Nacht will ich mir eine Bleibe suchen, etwas Schlaf sollte dem Körper gut tun. Daher suche ich ab Mitternacht nach etwas geeignetem. Nach einigen Fehlversuchen schnappe ich mir eine Haltestelle. Die Breite der Bank entspricht ungefähr meinem rechten Oberschenkel - muss aber reichen, weil das jetzt in meinem Kopf so erdacht ist. Hier verweile ich dann knapp 2 h, liege im Biwaksack und erhole mich. Nach dem kleinen Fenster will der Körper nicht mehr, zu unbequem und daher geht es weiter.

Mein Hotel, eine Bushaltestelle

Dieser Stop führt dazu, dass ich Markus verliere, der weiter fährt und sich an anderer Stelle was suchen will. Macht aber nichts, denn die Route ist auch in der Nacht sehenswert, wunderbar zu fahren. Vielen Tiere und tolles Wetter sorgen für Freude. Der Tag war sehr warm, > 30°C, so dass die Nachfahrt sehr angenehm ist. Wobei, ich habe alles an, was ich dabei habe. Mein Garmin zeigt 8°C, aber die Übermüdung und schon absolvierten km sorgen für den Bedarf an Wärme- Ich fahre also mit Knielingen, Regenjacke, Weste und Ärmlingen.

Eine Boulangerie in der Nacht verwöhnt mich.

Halb vier Uhr morgens treffe ich auf eine Boulangerie, die offen hat. Ich erfrage ob man was bekommt und kann Kaffee und ein frisches Croissant genießen. Was für ein Luxus, wunderbare Überraschung um diese Zeit. Man ist gesprächig, so weit das Zeigen und Raten zulässt, natürlich verwundert und staunt, ob die Angaben der km wirklich stimmen.

Bis zum Morgen ist alles schön und als ich auf die Idee komme mit was zum Frühstück zu suchen, treffe ich auf die letzte Verpflegungsstation des Veranstalters, ca. 7 Uhr morgens. Ich erfahre das Markus leider aufgeben musste, technische Probleme und dass bereits 2 Fahrer vor mir hier waren.

Frühstück, toll.

Hier stärke ich mich nochmal. Die restlichen 200 km liegen vor mir. Ein langes Tal, mit Blick auf den Berg, den es zu absolvieren gilt. In diesem Tal gönne ich mir eine Reinigung im Bach, Morgentoilette und gefühlte Frische in alten Kleidern.

Bei dieser Gelegenheit holt mich auch Dominik wieder ein, schließt auf. Mit ihm bin ich die ersten km bis zur ersten Geheimkontrolle gefahren. Nun sind wir wieder gleich auf und wollen gemeinsam weiter. Das passt nicht ganz so einfach, Dominik ist breit und muss jeden Winkel in seinem Körper motivieren. Ein Sturz in der Nacht macht ihm auch noch zu schaffen. Aber immer wieder holen wir uns ziehen uns, das tut gut.

Das Tal der letzten 100km
Das Tal der letzten 100 km Anfahrt

So legen wir die restlichen km bis ins Ziel zurück und insbesondere die letzten 100 km sind schmerzhaft. Eigentlich braucht der Körper eine Pause, Sitzfleisch und Füße wissen nicht, wie es noch gehen soll. Aber bei 1000 km Gesamtleistung will ich den Rest nun abspulen, hinter mich bringen. Nun kommen wir erstmalig Muhlhausen wieder nahe, was auch den Reiz der Strecke nimmt. Keine tollen Landschaften und mehr Verkehr - daher vorwärts - "100 km gehen immer".

Dominik überkommt die Müdigkeit, ich nehme ihn mit, Windschatten hilft auch bei km 950. Glücklich und zufrieden rollen wir dann ein, werden herzlich empfangen und erfahren, dass wir den "dritten Platz" erfahren haben. Die Freude ist da, trotzdem ist das Begreifen dieses Abenteuers, die Eindrücke erst viel später wirklich bewusst im Geiste. Tage später stecke ich in Erinnerungen und verarbeite die Eindrücke. Was für eine tolle Strecke. hier da wollte ich aufgeben, einkürzen - bin ich froh, dass ich das nicht gemacht habe und die volle Schönheit der Strecke genießen durfte.

Im Ziel

Vielen Dank an eine tolle Strecke, an eine tolle Organisation, an ein tolles Team, was mich begeistert hat. Auch das Team hat wenig Schlaf, hastet von Station zu Station, 4 mal auf der kompletten Strecke. Fahrer kommen in sehr unterschiedlichen Zeitfenstern an den Stationen an, so dass eine Verpflegung viele Stunden aktiv sein muss. Danke für dieses Engagement, diese tolle Route, den Track und Chance es fahren.

Equipment

  • Rennrad mit Auflieger
  • Dynamo und Licht, vorn und hinten per Dynamo
  • Garmin Navigation
  • 10 Riegel, ein Kaffee-Shot
  • Erste Hilfe
  • Werkzeug
  • Ersatz Bowdenzüge und Bremsbeläge
  • 3 Schläuche, 1 Mantel
  • Turnhose, T-Shirt als Alternative nach Regen o.ä.
  • Regenjacke
  • Knielinge
  • Überschuhe
  • Sitzcreme, Zahnbürste und co.
  • Biwaksack
  • Powerbank, Smartphone

London Edinburgh London 2017: Eindrücke eines Laien

Seit drei Wochen bin ich nun wieder aktiv im Job und Familie. Die Eindrücke von LEL2017 sind aber präsent - einige Eindrücke werden erste verarbeitet und auch der Körper hat noch ein paar Wunden, die auf Genesung warten. Aber zum Anfang - LEL2017?

LEL2017?

London Edinburgh London - LEL2017 - beschreibt die Strecke, die man mit dem Rad "am Stück" zurück legen will - so auch ich. Ziel ist es, die rund 1400 km unter 100 Stunden zu bewältigen, inklusive aller Tätigkeiten wie Fahren ;), Schlafen, Essen und möglichst wenig Schrauben, Reparieren. LEL ist kein Rennen im klassischen Sinne, es gibt keine Preise und maximal die Anerkennung aus den Reihen der Beteiligten oder Interessierten. Trotzdem verfalle ich hier und da dem Zeitdruck, will voran kommen.

Die Idee und Hintergründe

LEL kam zu mir, vor vier Jahren bekam ich über die Teilnahme von Markus mit, dass es dieses Event gibt. Zu dieser Zeit besitze ich noch kein Rennrad o.ä. Gefährt für diese Art von Touren. Zu LEL2013 wird parallel eine Crowd-Kampagne gestartet - es soll ein Film entstehen, der über diese Mittel finanziert wird. Sehr schön, mag ich, bin dabei und bekomme als Gegenleistung ein sicheres Ticket zum nächsten Event, LEL2017. Meine Startnummer bei LEL2017, D18 Ab nun ist das Thema im Hintergrund, vier Jahre bis zum Event und eigentlich keine Ahnung, was ed bedeutet so eine Strecke zu bewältigen. Macht auch nichts, denn der Film steht im Vordergrund, die Idee unterstützen. Ich bin aber von der Herausforderung getragen, mag solche Themen am Horizont und dies führt dazu, dass ich mir zum 40sten ein Rennrad schenke, ich baue was auf, was mir gefällt und fange an die Straße zu mögen. Weg vom Mountainbike, auf die Straße und insbesondere bewundere ich die Reichweite. Das Radeln auf der Straße erschließt so viel mehr an Weite, an Eindrücken durch die Möglichkeit weiter zu reisen. Meine neue Heimat rund um Jena macht es mir einfach. Die Strecken hier sind wunderbar ausgebaut, abwechslungsreich und wenig Verkehr durch die blechernen Kollegen. So ergeben sich neue Leidenschaften, neue Touren und ziemlich schnell auch ein neues Rad - Zufall und Glück. Bis dahin sind Touren bis maximal 300 km am Stück gefahren und eine Entscheidung muss her, welches Rennrad will ich weiter fahren. Zwei Räder im sehr gleichen Nutzung sind mir zu viel. Ich entschließe mich spontan per Bahn an die Ostsee zu fahren, ab dort geht es per neuem Rad nach Hause - 500 km am Stück durch die Nacht sind mein erster Eindruck von einer längeren Strecke und der Besonderheit, Fahren in der Nacht mit all seinen Eindrücken, Problemen und Besonderheiten. Die Entscheidung ist im Anschluss gefallen, einige mm sitzen auf dem Canyon besser, dieses Rad soll mich also in Zukunft begleiten.

Vorbereitung

Ab hier gibt es keine Steigerung mehr, ich fahre Touren, so weit es die Zeit zulässt. Eine Vorbereitung für LEL wird es nicht geben. Ich betreibe das Rad fahren, weil es mir Freude macht - ich bin unterwegs, kann genießen und mich auspowern. Ich brauche keine zweite Person, ganz im Gegensatz zum Klettern, kann ich hier allein agieren und entscheiden. So wird das Radeln immer mehr ein Teil von mir, mehr als früher, als es der Abwechslung, dem schnellen Spaß im Wald diente. Gleichzeitig fange ich an die Besonderheiten der Hardware lieben zu lernen, so viele schöne kleine und große Details. Das Thema Vorbereitung kommt immer wieder in den Vordergrund, per Twitter und Strava erfährt man von anderen Teilnehmern zu LEL2017, was sie tun, wie sie es tun. Dabei kommen natürlich immer wieder Zweifel hoch, kann ich das Schaffen, ist die Herausforderung nicht zu gewaltig. Letztlich bleibt mir aber keine Wahl, viel mehr Zeit für Touren kann ich mir nicht nehmen und ich erinnere mich an meinen 500er, letztlich ist der Kopf der wichtigste Muskel - auf den setze ich. Außerdem denke ich mir, ich kann nur gewinnen, auch bei einem Abbruch habe ich gelernt, habe Eindrücke gesammelt und riskiere wenig, maximal ein ungeplante Rückreise zum Ausgangsort. Schlussendlich freue ich mich sehr, bin wenig nervös und die Zeit kommt, dass ich auch ernsthaft plane/packe.

Die Veranstaltung

Die Veranstaltung ist kurz gesagt, großartig. Organisation ist ohne Makel und insbesondere die Volunteers machen die Control Points zu einer warmen Umgebung. Man wird umsorgt, kann aus verschiedenen Mahlzeiten wählen und ich kann einfach keine negativen Punkte finden. Die Route ist frei wählbar, man kann fahren wie man will und es gilt nur die Brevetkarte zu füllen, also jeden Control Punkt zu besuchen. Diese Control Punkte bieten gleichzeitig Essen, Werkstatt und Schlafmöglichkeiten, so dass man diese unterwegs nicht zwingend selbstständig suchen muss. Im Überblick sieht meine Route wie folgt aus, dies ist Resultat meiner Reise und Nutzung der Tracks, die der Veranstalter bereit stellt. Dabei gab es zwei Strecken mit Optionen - schöner, hügeliger oder schnell und flach. Route auf einer Karte von GB Neben den Vorzügen einen empfohlenen Track zu bekommen haben wir Teilnehmer die Chance zwei Bag Drops zu hinterlegen, zwei Orte der Route, an denen wir jeweils einen Beutel mit einigen Utensilien hinterlegen können. Ich entscheide mich für Thirsk und Edinburgh, hinterlege Wechselkleidung, Batterien und einige Sachen zum Naschen. Am Ende habe ich aber beide Beutel nicht benötigt, so dass sie lediglich eine kleine Rundreise angetreten haben. Mehr muss man nicht sagen, alles andere sind Rahmenbedingungen, sind Möglichkeiten des Events.

Los geht es

Der Start erfolgt in Blöcken, alle 15 min fahren ca. 20 Fahrer los und bestreiten ihre ganz persönliche Reise. Ich nutze einen frühen Block, Abfahrt ist 6:30 Uhr. Die ersten starten 5 Uhr, möglichst schnelle Fahrer, die unterwegs an den Kontrollpunkten keine Zeit durch zu viel Andrang verlieren wollen, die ihre Uhr immer im Blick haben. Mein Feld schein gemischt, Fahrer aus Taiwan, Frankreich, Deutschland. Das gesamte Feld umfasst Teilnehmer aus 58 Ländern - wow. Ich bin nicht nervös - wie eigentlich erwartet. Schlafe gut, bin vorbereitet und bin 6 Uhr am Start. Trinke einen Kaffee, schaue mir die beiden anderen Starts an und warte der Dinge die da kommen. Das Wetter spielt noch mit, kein Regen und auch nicht zu kalt, alles gut und los geht es. Foto vom Start LEL 2017 Die ersten Kilometer tun gut, man findet in den Tritt, hat Kontakt zu anderen Teilnehmern, hat ein Gruppe zum gemeinsamen Reisen. Die Gespräche sind schön, immer ähnlich: Woher, wieviel Erfahrung, Ziele. Ich fühle mich wohl, das Fahren macht Freude, die Landschaft ist grandios, die Eindrücke vielfältig. Ständig gibt es was zu sehen, zu entdecken und letztlich fühle ich, ich bin nun wirklich ein Teil von LEL. Ab nun wechseln die Gruppen, hier da fällt jemand raus - Platten oder andere technische Probleme und auch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten fordern nun Tribut, kleine Gruppen bleiben erhalten. Ich finde so viele km sehr angenehm, ich habe eine gute Gruppe, mein Speed und ich bin viel im Wind. Fahren in der Gruppe empfinde ich als unangenehm. Dies habe ich sonst nie, fahre viel allein und sehe damit die Straße vor mir. In der Gruppe heißt es vertrauen, das Rad der Person vor dir nicht aus dem Auge verlieren. Die Straßen der Insel sind rau, weniger gut gepflegt als in Deutschland, so dass Löcher und ein gerissener Straßenbelag meine Aufmerksamkeit wollen. Auch ich werden von Platten heim gesucht, muss meine Gruppen verlassen und das Rad wieder in Schwung bringen. Leider ist am Ende zu sagen, meine Schuld. Ein Satz Reifen, der schon 4000 km auf dem Buckel hat ist einfach zu beansprucht für England - "Never touch a running System" war hier die falsche Entscheidung. Im Laufe der Tour flicke ich fünf mal und tausche nun auch die Mäntel komplett. Im Grunde kein Problem und bei der Distanz sind diese Pausen wenig problematisch. Bei fast jedem Stop bekomme ich Angebote zur Hilfe oder Verpflegung, immer wieder freundliche Kontakte, so dass diese Zwangsstops nicht wirklich einen negativen Einfluss haben. Die ersten km machen Freude und nach kaum mehr als 3 Stunden habe ich St Ives erreicht, erster Stop. Mal schauen wie die Control Points sind und ich werde wieder positiv überrascht. Schon jetzt fällt auf, es ist an alles gedacht, viel Auswahl und keine Sorgen, dass man nicht satt wird. Die Getränke werden aufgefüllt, ein neuer Schlauch angeschafft und es kann weiter gehen. Die Entfernungen der Verpflegungspunkte sind genau nach meinem Geschmack. Alle 70 bis 80 km bevorzuge ich einen kurzen Stop, Verpflegung, Auffüllen der Getränke und weiter. Meine Touren aus eigener Planung, ob allein oder mit Freunden sind ähnlich aufgebaut. Diverse Hungeräste haben mich so weit erzogen, dass ich diese Entfernungen pflege und beachte, bisher wurde ich damit nie enttäuscht. Die nächsten Etappen stehen an, noch finden sich Mitstreiter beim Start und schöne unkomplizierte Gespräche unterwegs. Ich habe nicht das Gefühl, dass man in extremer Eile ist. Ich bin entspannt, und radel los, sobald ich satt und erholt bin. Die Uhr ist präsent, aber nicht fordernd. So geht es weiter und am späten Abend erreiche ich Thirsk. Ich entscheide mich hier zur ersten Nachtruhe. Die erste Idee vor dem Event war, bis Edinburgh zu fahren, die Hälfte der Strecke zurück zulegen und dann zu separieren, die Frische des Körpers über die erste große Distanz zu bringen. Aber die letzte Etappe nach Thirsk ist im Dunkeln, ich ertappe mich, wie ich es vermisse, nichts von der Strecke, der Umgebung zu sehen - es wird pures Weiter. Das gefällt mir nicht und so ist der Stop genau richtig. Auf dem Rückweg habe ich diesen Abschnitt nochmals bei Licht, kann ihn wieder genießen und bin froh so entschieden zu haben. Meine aktuell Gruppe stoppt auch, eine Weiterfahrt gemeinsam bleibt aber aus, meine Nachtruhe ist länger. Ich finde einen neuen Partner, 57 Jahre alt, auf dem Rad aber unterwegs wie ein 30-jähriger. Nach 3,5 Stunden Schlaf geht es zum Frühstück und weiter, auf die Straße zurück, die ersten Sonnenstrahlen kommen gleich und begleiten uns. Ab nun wird es bergiger, die flachen Abschnitte werden weniger. Parallel wird es mehr Weitsicht, weniger Infrastruktur, schöne Ausblicke, tolle Natur. So geht es auch über den höchsten Punkt der Tour, langer aber schöner Anstieg und endlich mal eine Abfahrt um auf dem Oberrohr zu liegen - toll. Über den Gipfel zieht uns beide unsere neue Bekanntschaft, am erste Drittel des Berges haben wir sie gemacht. Es ist ein Britte, 64 Jahre alt, kurze Radhose, kurzes Trikot und Bommelmütze - tritt auf seinem sehr gepflegten Stahlross jeden Tag diesen Pass hinauf und zurück, Entspannung für ihn. Ich habe fast alles an, was ich dabei habe, es ist trotzdem frisch  - Briten haben ein anderes Gefühl gegenüber dem Wetter. Er zieht uns über den Gipfel, ist begeistert von dieser Tour und unserer Teilnahme. In der Abfahrt verabschieden wir uns, danke für dieses Erlebnis und weiter. Ich genieße diese Abfahrt, meine Begleitung liegt in meinem Windschatten und die km gleiten dahin. Bis Moffat fliegen wir. Hier treffe ich meine alte Gruppe wieder, engagierte Briten aus Bristol, Audax Club, die die Uhr im Blick haben. Ich schließe mich wieder an und wir gehen gemeinsam auf Tour, die Abendstunden führen nach Edinburg, Halbzeit und noch ein Stück durch schottische Wiesen und zu vielen Schafen bis nach Eskdalemuir. Hier bekomme ich das vorletzte Bett und ruhe für 4 Stunden. Dieser Stop ist klein, aber schön und ruhig. Ich schlafe gut und genieße das Frühstück. Meine bisherige Gruppe ist wieder weg, sie wollte nur 2 Stunden ruhen - ich will mehr. Am frühen morgen starte ich von Eskdalemuir bei leichten Nieselregen, unschön, aber nicht kalt. Das erste Licht sollte in 30 bis 60 min zu sehen sein, alles gut. Leider ändert sich das nun, der Regen wird stärker. Ich bin allein unterwegs. Die Begleitung am Morgen kann meinem Tempo nicht folgen, an Anpassung ist nicht zu denken, es muss laufen, fühle ich. Nun also allein, Kopf und Beine helfen sich, der Regen wirkt dagegen. Ab nun bin ich in strömenden Regen unterwegs, gefühlt 2 m Sichtweite und immer Aquaplaning. An einen sinnvollen Stop ist nicht zu denken, kein Unterschlupf in Sicht und so nass, dass Anhalten nur zum Kalt werden führt. Also weiter, weiter bis zum nächsten Punkt. Nun überschneiden sich erstmals die Strecke nach Norden mit meinem Weg nach Süden. Ich sehe also sehr viele Radler, grüße hier und da, obwohl meine ganze Motivation dem Vorwärts, gegen den Regen gehört. Wie sie sich wohl fühlen, sie müssen noch so viele km mehr treten, ich habe viel hinter mir? Bis Brampton zieht es sich, es ist harte Arbeit im Regen und ich werde kalt. In Brampton angekommen zeigt mir man mir sofort die warmen Duschen. Wenige Minuten später stehe ich darunter, in voller Montur, mit Helm und spüle den Regen von oben nach unten, ganz gleich dem Regen die letzten 60km. Ich werde wieder warm, esse noch einige Nudeln und trinke warmen Tee. Aber nun weiter, die Sachen  trocken fahren und wieder Bewegung spüren. Der Regen lässt nach, so dass ich nicht kalt werde, die Kleidung trocken wird. So bewege ich mich weiter bis Pocklington, was ich Müde und kaputt erreiche. Noch früh am Abend nutze ich trotzdem die Möglichkeit des Schlafens, kann ein Bett unter vielen auswählen. Regen und Kälte haben mir zugesetzt und ich genieße die Ruhe. Hier treffe ich erste Fahrer, die aufgeben, die Herausforderung beenden. Ebenso kommen immer mehr "Leichen" an, Fahrer die so erschöpft sind, dass Essen nicht mehr im Magen bleibt, dass Schlafen schwer fällt, ein Weiterkommen nicht ersichtlich. Ein guter Moment, ich bin wach und mache mich wieder auf die Reise, ein Umfeld das ich nicht brauche und die Ruhe des sehr frühen Morgens ist schön. Bis Louth läuft es, die Länge der Strecke ist spürbar, der Körper gibt Signale, alles im Rahmen und ich will weiter. Ab Louth wird es dann nochmals zur echten Herausforderung. Der Wind stellt sich uns entgegen, in dem Fall bin ich mit einem Italiener unterwegs und wir kämpfen beide gegen den Wind, Don Quichotte stellen wir in den Schatten. Ohne Treten bleiben die Räder stehen, kein Rollen oder gleiten - einfach nur Hometrainer-Gefühl. Die Strecke ist gefühlt ewig. Wenig Kontakt mit anderen Fahrern, alle kämpfen in ähnlichen Situationen. In Spalding angekommen hole ich mir nochmals 1 Stunde Schlaf, dann geht es weiter. Spalding, St Ives, Great Easten bestreite ich mit Roger, auch aus Bristol, einer aus der schon mehrfach genannten Gruppe. Die Gruppe ist zerfallen. Zwei Fahrer sind vor uns, die anderen sind ausgefallen oder wurden abgeholt. Roger und ich finden uns, er ist sehr angenehm und zieht mich nicht selten über die Hügel. Ich dagegen liege auf den Auflegern auf gerader Strecke oder Bergab und ziehe ihn, ich rolle um einiges besser und kann dann trumpfen. Das Spiel passt gut, wenn wir nur nicht so geschafft wären. Gespräche werden seltener und wir machen nur Meter um Meter. In Great Easten verlässt mich Roger, er stoppt hier und wird nach Hause geholt; für mehr ist keine Zeit. Ich bin an einem Punkt, wo die Aufgabe sehr nah ist. Mir ist kalt, ich bin im Eimer und will nicht mehr. Ich muss kämpfen. Ich entschließe mich 45 km vor dem Ziel zu einem Stop, hole mir 4 Stunden Schlaf, ein gutes Frühstück, nette Worte und ich bin wieder da. Der Start in die Nacht gelingt und ich rolle. Ein kleiner Verfahrer in der Dunkelheit, zurück, zurück auf dem Track und weiter. Nun fühle ich es, es ist nicht mehr weit, ich schaffe es, ich kann London Edinburgh London schaffen. Das beflügelt mich, echtes Adrenalin unter dem Haaransatz - ich liebe es.

Das Ziel

Gegen fünf erreiche ich das Ziel, unspektakulär rolle ich ein. Keine Fanstraßen, keine Musik. Auch das Orga-Team ist lange wach, aktiv und so brauchen zu meiner Ankunft einige Schlaf. Ich komme an, hole meinen letzten Brevetstempel, die Brevetcard ist voll, dass Rennen gelaufen. Eine Medaille und Erleichterung zieren meinen Körper. Was für eine Tour, was für eine Veranstaltung. Foto vom Ziel in LEL2017 Erst später realisiere ich: ich habe es getan. Die Ankunft anderer in den Folgestunden und Tagen setzt es bei mir frei, die Freude und Erleichterung. Ich verfluche mein Rad nicht, ich habe zwei Tage später Lust zu radeln. Die gleiche Freude am Rad ist geblieben, nur die Ziele werden neue sein, andere und hoffentlich mindestens genauso schön. Danke, dass ich LEL erleben durfte. Ich bin in der Vorgabe des Zeitlimit von 100 Stunden geblieben, habe viel über mich, meinen Körper gelernt. Ich habe auch beim  Bergsteigen lange Touren, Tage und Nächte erlebt, aber nicht so lang hintereinander. Eine tolle Erfahrung mit wenig Risiko - man kann nur gewinnen, gewinnen an eigener Erfahrung und Eindrücken. Es gibt so viel mehr Eindrücke wieder zu geben, so viele schöne und nette Gespräche im Umfeld des Ereignisses. Treffen mit Menschen, die man bisher nur Online kannte oder erste vor Ort kennen lernt. Ein Treffen und Gleichgesinnten. Einiges bleibt, anderes vergeht. Die Erfahrung bleibt mir, nur mir und wird mich wie viele andere Ereignisse davor und danach prägen. Genug für diesen Artikel, genug für meine Erinnerung um diesen Artikel zu schreiben.

Trackingtabelle des Orgateams

Timestamp Event Control Distance (km) Time in Hand
2017-08-03 05:35:25 Arrival London 1441 5 hours 19 mins
2017-08-03 03:12:16 Departure Great Easton 1393 4 hours 22 mins
2017-08-02 22:10:06 Sleep Start Great Easton 1393 9 hours 24 mins
2017-08-02 22:07:37 Arrival Great Easton 1393 9 hours 26 mins
2017-08-02 18:24:29 Departure St Ives 1322 8 hours 12 mins
2017-08-02 17:51:59 Arrival St Ives 1322 8 hours 45 mins
2017-08-02 12:40:54 Arrival Spalding 1261 9 hours 41 mins
2017-08-02 08:32:38 Departure Louth 1177 7 hours 58 mins
2017-08-02 08:00:55 Arrival Louth 1177 8 hours 30 mins
2017-08-02 03:00:35 Departure Pocklington 1080 6 hours 45 mins
2017-08-01 19:56:02 Arrival Pocklington 1080 13 hours 49 mins
2017-08-01 16:20:38 Departure Thirsk 1013 12 hours 44 mins
2017-08-01 15:45:45 Arrival Thirsk 1013 13 hours 19 mins
2017-08-01 13:06:02 Departure Barnard Castle 946 11 hours 19 mins
2017-08-01 12:31:57 Arrival Barnard Castle 946 11 hours 53 mins
2017-08-01 08:46:50 Departure Brampton 865 9 hours 59 mins
2017-08-01 07:35:21 Arrival Brampton 865 11 hours 11 mins
2017-08-01 05:01:05 Departure Eskdalemuir 804 9 hours 30 mins
2017-08-01 05:00:36 Departure Eskdalemuir 804 9 hours 31 mins
2017-08-01 04:32:09 Sleep End Eskdalemuir 804 9 hours 59 mins
2017-08-01 00:23:15 Sleep Start Eskdalemuir 804 14 hours 8 mins
2017-07-31 23:51:44 Arrival Eskdalemuir 804 14 hours 39 mins
2017-07-31 21:34:49 Departure Innerleithen 755 13 hours 31 mins
2017-07-31 21:13:23 Arrival Innerleithen 755 13 hours 53 mins
2017-07-31 19:15:03 Departure Edinburgh 712 12 hours 51 mins
2017-07-31 18:40:34 Arrival Edinburgh 712 13 hours 26 mins
2017-07-31 15:44:48 Departure Moffat 632 10 hours 47 mins
2017-07-31 15:15:34 Arrival Moffat 632 11 hours 16 mins
2017-07-31 12:11:31 Departure Brampton 560 9 hours 19 mins
2017-07-31 11:34:48 Arrival Brampton 560 9 hours 56 mins
2017-07-31 08:08:07 Departure Barnard Castle 474 7 hours 23 mins
2017-07-31 07:40:05 Arrival Barnard Castle 474 7 hours 51 mins
2017-07-31 04:57:19 Bag Drop Here Edinburgh 0 0 hours 0 mins
2017-07-31 04:44:57 Departure Thirsk 407 6 hours 6 mins
2017-07-31 00:18:42 Sleep Start Thirsk 407 10 hours 33 mins
2017-07-31 00:02:08 Arrival Thirsk 407 10 hours 49 mins
2017-07-30 21:02:21 Arrival Pocklington 341 9 hours 13 mins
2017-07-30 16:32:58 Arrival Louth 244 6 hours 57 mins
2017-07-30 13:00:28 Arrival Spalding 161 4 hours 42 mins
2017-07-30 10:19:32 Arrival St Ives 100 3 hours 8 mins
2017-07-30 09:36:54 Bag Drop Here Thirsk 0 0 hours 0 mins
2017-07-30 06:30:00 Departure London 0 0 hours 0 mins
2017-07-30 06:16:34 Entered Start Pen London 0 0 hours 13 mins

n+1 oder eine neue Leidenschaft

Das Radfahren war schon immer ein Teil von mir, aber die Vielfalt und die Möglichkeiten des Bezugs machen die Liebe zum Rad vielschichtiger, erlebbarer, veränderbarer. Daher habe ich es mal wieder getan, ein neues Rad steht in der Reihe mit Anderen. Ich habe nicht zu jedem Rad bewusst berichtet, in diesem Fall gab es aber Nachfragen, so dass ich gern einige Bilder und Hintergründe darstellen möchte.

IMG_20160419_173422
Nach dem Wechsel des FiveSpeed zu SingleSpeed, was ich aktuell als sehr wertvoll schätze, bin ich über ein Rennrad und lange Touren noch immer hauptsächlich auf dem Tagesrad, mit dem ich täglich ins Büro fahre, unterwegs. Das passiert bei Wind und Wetter - ich bin unterwegs. Bisher immer und bewusst ohne Schutzbleche und dementsprechend markiert. Die Jahre gehen so dahin, viel Arbeit fließt damit auch in die Räder, die mir Winter wie Sommer zur Verfügung stehen. Ich werde älter, vielleicht vernünftiger und so wurde die Idee reifer, mal etwas mit Schutzblechen zu fahren. Wenn schon, dann aber richtig und umfänglich. Es sollte mir nicht nur gefallen, es sollte auch tatsächlich für Schmutz schützen. Der europäische Markt gibt da nicht viele Lösungen her. Die lieben Franzosen bauen kaum noch schöne Bleche, die Kopien sind mangelhaft und der Standard im Radladen kann optisch und funktionell nicht mithalten. So verging Zeit, die Suche nach Teilen für dieses Rad kostet Zeit. Letztendlich habe ich mich für alle Teile entschieden und verbaut. Das Zusammenstellen eines Rades ist wesentlich aufwändiger als der Kauf, viel aufwändiger, und man muss selbst entscheiden, die Entscheidung tragen. Aber gerade diese Konsequenz macht mir Freude - so sind auch die anderen Räder der letzten Jahre entstanden. Man kennt dann die Ecken und Ösen, man lernt dazu und wie so oft auch hier:

Die schönsten Sachen im Leben sind Offline.

Das neue Rad sollte mich also sauber transportieren. In dem Umfeld fällt mit sofort Stahl, ein Randonneur ein und so habe ich in diese Richtung gedacht. Jedes Teil wurde nun sorgfältig ausgewählt, Optik, Preis spielen hierbei eine wichtige Rolle für mich. Die Farbe des Rahmens war ein Problem. Die erste Idee es von meinen Kindern verzieren zu lassen habe ich verschoben, da der Kleine (2) schwer den Rahmen trifft. Vielleicht später einmal. Diverse klare Farben kamen mir in den Sinn, aber eben nicht in den Bauch. Dann sollte es mal was mit Pink sein. Pink? OK, fühlt sich gut an, wenn es nicht kitschig, zu prägnant ist. Die erste Idee steht. Andere Unternehmen kommen mit diesem Eye-Catcher an Farbe gut aus, versuche ich es auch. So selektieren sich die Teile, die Idee wächst, wird Realität und irgendwann liegen sie in Reichweite und können verbaut werden. Pinke Radteile sind rar, einiges erstelle ich selbst um die Farbe hier und da wieder erscheinen zu lassen.

Das Bauen zieht sich bei mir hin. Ich genieße es förmlich, will nicht schnell fertig sein und radeln. Das Benutzen der Hände gefällt mir sehr. So baue ich also am Rad, kümmere mich um jedes Teil, lerne wieder einiges dazu und ein Rad entsteht. Die Vielfalt am Rad ist großartig. Jeder kann seine Idee leben, ausleben, überleben. Es gibt kaum Einschränkungen. Hier ist jeder Fahrer sich selbst am nähsten. Bei anderen Transportmitteln finde ich das schwierig oder schwer erschwinglich.

Bei der Technik habe ich mich wieder bewusst für ein SingleSpeed entschieden, die Übersetzung habe ich mit 2.5:1 gewählt. Ein wenig humaner als mein SingleSpeed -  2,7:1. Das Rad ist schwerer, träger, daher diese Entscheidung. Parallel wollte ich erstmals auf Riemen umsteigen, Gates Carbon Drive wurde nun verbaut. Die restlichen Teile wurden entsprechend gewählt, gehen in die Richtung klassischer Radonneurs.

IMG_20160419_073037

Ein neues Rad ist geboren. Letzer Feinschliff: Ich versuche mich an der Arbeit mit Leder, welches ich am Lenker und Schutzblech wieder findet. Je Lenkerseite ist es viel Arbeit, Zeit zu investieren, die sich für mich sehr gelohnt hat. Das Rad ist wie es soll. Ein neue Liebe ist entstanden und das Fahren macht Freude, Maße und Masse passen gut. Es gibt wie so oft auch hier Sachen zu verbessern, die ich mir gut merken will - vielleicht gibt es mal wieder einen Aufbau zu erstellen. Nähte sind bewusst an der Oberseite des Lenkers, ich will die Arbeit spüren. Für die Lenkerabschlüsse finde ich nichts passendes, daher erstelle ich mir einige aus Weichholz, die sich gut einsetzen lassen und zum Leder passen.

IMG_20160419_073107

Open Source verstehen, leben

Aktuell konzentrieren sich viele Menschen in meinem Umfeld eher auf geschlossene Pakete, keine Transparenz und möglichst wenig Mitarbeiter. Weihnachten 🎄 steht vor der Tür und genießt den "Sommer".

Trotzdem mal wieder Raum und Zeit für einige Zeilen dich mich persönlich umtreiben. Open Source, egal ob nur die Sicht auf Code oder andere offene Quellen, die zu Produkten führen können. Ich möchte ein paar Gedankenanstöße los werden und vielleicht zum Nachdenken anregen.

Ich bin seit vielen Jahren im Zirkus unterwegs, lebe ihn aus unterschiedlichen Richtungen und bin ebenso Nutznießer aus verschiedenen Welten und mit verschiedenen Sichten. Diese Punkte bewegen mich dazu, die folgenden Worte nieder zu schreiben und diese Sicht, das Gefühl bzgl. Open Source zu haben.

Ich schreibe diese Zeilen mit dem Bild, dass Open Source und dessen Mitarbeit vorrangig in Freizeit entsteht. Ich weiß, dass es diverse Projekte gibt, die mit Hilfe von Arbeitszeit im Sinne "man wird entlohnt" entstehen. Ein großes Bild der Themen, die ich ansprechen möchte, trifft aber eher auf die Ressource nach dem Job zu und ringt mir daher um so mehr das Lob, die Huldigung ab.

Natürlich musst du nicht die gleiche Sichtweise haben, sie schildert mein Bild. Ich will auch nicht diskutieren, ich möchte darstellen und anregen.

Warum Open Source?

Jeder für sich sollte sich diese Frage beantworten. Warum stellt man seine Idee und Lösung öffentlich bereit. Will man dies tatsächlich, soll es anderen nutzen und ist Mitarbeit gewollt. Sucht man nur freien Speicherplatz oder Sichtbarkeit. Will man neue Ideen, Diskussionen zulassen. Mit einem Open Source Projekt öffnet man seinen Geist zu diesem einzelnen Thema, Produkt und oft auch zu vielen anderen Themen. Parallel sind Fehler sichtbar, angreifbar. Auch dies sollte in dem Umfeld nicht vergessen werden. Gleiches gilt für das Einbringen von Änderungen, will man das? Hier muss jeder für sich die Regeln fest legen, sollte dies auch sichtbar dokumentieren um potenzielle Mitarbeiter nicht abzuschrecken.

Open Source Projekte sind mehr als das Abliefern von Code

Die Mitarbeit, das Einbringen in Open Source Projekten kann sehr verschieden sein. Oft wird in erster Linie auf Code runter gebrochen, aber die Arbeit an solchen Projekten erfordert weit mehr. Es ist ebenso Dokumentation, Community Arbeit, Übersetzungen, Sichtbarkeit, Projektmanagement und vieles mehr notwendig. Hier kann jeder seine favorisierte Aufgabe wieder finden. Entscheidend ist, dass es nachhaltig geschieht. Das pure Abgeben von einigen Zeilen Code oder einem Issue ist in der Regel kaum hilfreich. Das Projekt lebt und stirbt mit den Leuten, die daran arbeiten.

Recruiting

Als Projektinhaber gilt es daher möglichst stabile Mitstreiter zu haben, die sich engagieren, die sich einbringen. Parallel gilt es stetig neue Leute zu rekrutieren, zur Mitarbeit zu bewegen. Populäre Projekte im Web beispielsweise sind hier sehr stark. Sie dominieren nicht wegen ihrer Qualität an Code oder einer Führungspersönlichkeit. Die Community, die Mitstreiter machen sehr oft den Wert aus. Neue Bewerber sollten mit wenig Hürden in das Projekt gelassen werden. Eine schnelle Lernkurve um ein entsprechendes Niveau zu haben hilft sehr. Hindernisse auf jedem Wege der Beteiligung stoßen ab, schrecken neue Mitarbeiter ab.

Die Akzeptanz von Requests beispielsweise sollte nicht zu hohe Hürden enthalten. Lieber einmal mehr korrigieren, auf das gewünschte Level bringen und zurück mappen, was fehlt, was man besser machen kann. Nur so steigt die Lernkurve auf der anderen Seite und die Zufriedenheit, die zur Mitarbeit benötigt wird.

Balance

Gleichzeitig gilt es eine Balance der Mitarbeit zu finden, so dass Mitstreiter nicht verbrannt werden. Die Meinung, die Arbeit jedes einzelnen zählt, vor allem wenn sie in ihrer Form mit der Gruppe abgestimmt ist. Daher helfen Contributor-Regeln um hier schnell klare Linien zu erkennen. Parallel ist Kommunikation über die Issue-liste hinaus wichtig, Austausch auf menschlicher Ebene kann ein Projekt beflügeln. Wir haben heute eine ganze Reihe toller Tools um sich gut aus dem Wege zu gehen und trotzdem einen Austusch zu leben, trotzdem halte ich einen Austausch um das Problem und darüber hinaus für sehr hilfreich. Zufriedenheit kommt sicher aus verschiedenen Motivationen heraus, aber auf lange Sicht ist ein gutes Familienleben sicher sehr hilfreich.

Vergiss in diesem Zusammenhang die unterschiedlichen Altersstrukturen nicht. Während die einen mit dem Austausch per Tastatur aufgewachsen sind, brauchen die anderen mehr Worte zum korrekten "Sagen" und nicht nur eine Emoticon. Die Welt ist bunt, ihrer Bewohner erst recht und das macht auch in einem Projekt die Mischung und dessen Wert aus. Ein breit aufgestelltes Projektteam kann sehr wertvoll sein.

Gleiches gilt für unterschiedliche Kenntnisse. Was dem einen als Selbstverständlichkeit im Alltag begegnet ist dem anderen neu. Antworten, Fragen sind einfacher wenn man sie versteht und man nicht nur it kurzen Worten abgefertigt wird. Ob Issue oder Pull Request, ein paar erläuternde Antworten machen es leichter. Ich wurde neulig bei einem Pull Request um ein interactives Rebasing gebeten. Die Hinweise, das Feedback kamen nicht vom Repo-Projekt-Inhaber, sondern von einem Außenstehenden, der sich lediglich für meinen Code interessiert hat. Zu Nachfragen erhielt ich immer sachliche Rückmeldungen und ein Mail-Austausch ist parallel entstanden. Ich habe neues gelernt und meine Arbeitsweise der "schmalen" Commits muss weiter überdacht werden, oder wie hier im Nachgang überarbeitet werden. Es entsteht Mehrarbeit, die aber Wertvoll ist. Im ersten Schritt baute ich nur eine kleine Erweiterung, im zweiten entschloss ich mich zum Pull Request und nun waren die zu kurzen Commit-Messages nachteilig. Darum ist der Hinweis wertvoll. In diesem speziellen Fall wurde mir dies sogar abgenommen, in dem der Reviewende dies übernahm und positive Beispiele aufzeigte.
Ich denke, dass solche Beispiele aufzeigen, wie man miteinander umgehen kann, soll. Es hilft beiden Seiten und mein nächster Request ist sicher gepflegter und der interaktive Rebase ist nun auch erlernt. Parallel steht dem Repo-Inhaber nun ein Pull-Request an, der zu durchschauen ist und neue Mitstreiter sind gefunden, abgeholt.

Kurz: Der Mensch macht`s.

Sichtbarkeit, Feedback

Wie erreicht man es, dass Projekte sichtbar werden? Viele von uns haben offene Projekte, suchen hier und da Mitarbeit. Nicht alle erstellen Open Source aus dem Gedanken heraus freie Lösungen bereit zu stellen. Oft entstehen sie auch aus dem Beweggrund der Sichtbarkeit bzgl. Recruiting heraus, eventuell auch weil die freie sichtbare Lösung keine Kosten verursacht und die Vorteile eines Repositories im www mit sich bringt.
Andere wiederum hoffen auf mehr Sichtbarkeit und neue Mitarbeiter. Ich für meinen Teil habe einige offene Projekte laufen, jeder Pull Request ist wie ein innerliches Weihnachten. Die Freude darüber ist unglaublich. Ich bekomme Korrekturen, Erweiterungen - im besten Fall lerne ich etwas. Darum verstehe ich nicht, warum an anderer Stelle Request ewig liegen oder gar unangetastet bleiben. Um das Projekt ist es Schade und um den Menschen der sich einbringt.
Daher die Bitte, solltet ihr Pull Requests oder andere Formen der Mitarbeit haben, holt die Leute ab, gebt ihnen ein Zeichen.

Open Door 😉

Weihnachten steht vor der Tür und auch ich werde es rein lassen müssen. Insofern schließe ich die heutigen Gedanken, vielleicht entstehen weitere bei dir. In jedem Fall wünsche ich schöne Weihnachten und eine friedliche Zeit, Zeit zum Nachdenken und mit Anderen in Austausch zu treten, zum Weihnachtsessen oder zum direkten Austausch, ohne Tastatur vielleicht und hoffentlich vielfältig. Bis bald ...

Cycling: I do

Vielen Dank Manuela.

Offline Post ist noch immer was wunderbares und die Freude war, ist groß. 
Wir haben beide gemeinsame Leidenschaften, die über die Online-Welt, Familie, Cycling inkl. Tandem hinaus gehen. Und es freut mich besonders, dass dies schon eine lange Zeit währt und man trotzdem immer neue Themen entdeckt. Zeit für einen gemeinsamen Kaffee ...

Cycling: I do

Für alle, die ebenfalls das Motiv möchten, steht Manuelas Shop bereit. Viel Freude.

663399

❤

Die Frage nach der Lieblingsfarbe konnte ich der Tochter schon so oft nicht beantworten. Den Schmerz kann ich als Vater zweier Kinder zum Glück nicht nach empfinden. In Gedanken bin ich aber bei euch, in Gedenken an Rebecca.

It’s so easy to do, there’s no reason not to. Go to Twitter on 12 June and post the hashtag #663399Becca along with any additional words or pictures you feel moved to share. Or just share the hashtag. It will not be enough. Nothing will ever be enough. But it will be something.
Zeldman trifft es in seinem Artikel The Color Purple

Immer im Kreis und doch vorwärts

Fixie fahren, da wo es nicht besser geht. Erstmalig trete ich eine Tour auf einer Bahn. Es hat mich begeistert. Das Geschenk war überraschend und hat mich glücklich gemacht. Parallel kam ich so in den Genuss ein passendes Rad aus meiner Kinderzeit zu fahren - Fixie, made in GDR.

Die Einfachheit auf der Bahn ist großartig. Man braucht so wenig und muss doch so viel geben.

Ich bin im Vorfeld mein FiveSpeed und Rennrad gefahren. Mit keinem hat es diese pure Freude gegeben. Die Einfachheit macht es. Man empfindet Schaltung und Bremse schnell als Ballast. Der Blick auf neue Fixies im Eingang der Bahn findet fast schon wieder den Blick in den Rad-Raum; n+1 - Die Stückzahl des Cyclisten ;).

WordCamp Europe steht bevor

Ab Freitag geht die Reise nach Leiden, Niederlande, zum WordCamp Europe, mein erstes WordCamp in dieser großen Dimension – 700 Gäste werden erwartet. Ich freue mich darauf Leute zu treffen, Leute wo ich oft seit sehr langer Zeit nur das Avatar kenne. Ich freue mich ebenso einige Kollegen aus dem Inpsyde Team persönlich zu sprechen, nicht immer nur online via Tools.

Eine ganze Reihe von Sessions sind angekündigt. Ich lasse mich überraschen, wie wertvoll sie sind und wie sich mich bereichern. Ich werde sicher die eine oder andere Session besuchen.
Parallel werde auch ich ein Teil einer Session sein, da unser Thema der Mehrsprachigkeit auf großes Interesse stößt und so werden wir drei Lösungen aufzeigen. Ich denke, dass unser Multilingual Press dabei einen guten Schnitt macht die Anwender den Vorteil für ihre Projekte erkennen. Für mich persönlich wird die Session nicht leicht. Viele Zuhörer und die englische Sprache machen nervös und meine Stärke ist eher in meiner Muttersprache zu vermitteln, trotzdem werde ich die Herausvorderung annehmen und mein bestes geben – auf das man mich versteht.

Ich sehe euch also am Sonntag, den 6.Oktober 2013 um 16:45 Uhr.
Kurz und gut: ich freue mich auf das Event und auf viele Gesichter.

WordPress Lightbox Plugin